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Mit dem Vermögensaufbau möglichst früh starten

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Es stellen sich viele Fragen, wenn Menschen ins Berufsleben starten. Dieser neue Lebensabschnitt muss auch finanziell gut vorbereitet sein. Doch wie geht das mit Vermögen aufbauen als Einsteiger und Einsteigerin? Manchmal gibt es zu viele Ratschläge und Orientierung ist schwer. Hier ein kleiner Kompass für den allerersten Start.

 Girokonto und Tagesgeldkonto – was brauche ich denn?

Darauf achten, dass das Girokonto kostenfrei ist und für die Versorgung mit Bargeld an Automaten keine Gebühren anfallen. Bei regelmäßigen Gehaltseingängen räumen die meisten Banken einen Dispositionskredit (genannt: Dispo) ein, d.h., dass das Konto in Höhe von ca. zwei bis drei Gehaltseingängen auch ins Minus rutschen darf. Dafür sind aber hohe Zinsen an die Bank zu zahlen und der Überblick geht schnell verloren. Dispo also nur im Notfall für kurze Zeit in Anspruch nehmen! Besser: Eine Reserve aufbauen – auf einem Tagesgeldkonto. Das dient dazu, Geld „zwischenzuparken“ sozusagen als „Liquiditätsreserve“. Immer öfter gibt es auf einem solchen Konto Zinsen. Damit lässt sich zwar nicht die Kaufkraft erhalten und trotzdem ist es sinnvoll! Ein gewisser Betrag sollte hier „geparkt“ werden, damit er nicht im Alltag ausgegeben wird. Allerdings: Wenn ein Betrag dann längerfristig verfügbar ist, dann sollte das Geld gewinnbringend angelegt werden.

Tipp:  Ohne keine Dispo planen und auskommen! Am besten die Bank informieren, dass ein reines Guthaben Konto geführt werden soll.

 Vermögensaufbau – wie starte ich richtig?

Als Berufseinsteiger:in ist es gut, zunächst einmal auf einem Tagesgeld-Konto eine Liquiditätsreserve von zwei bis drei Nettogehältern anzusparen. Dann sind auch größere Anschaffungen oder Urlaubsreisen nicht gleich ein Grund, das Girokonto zu überziehen. Eine solche Überziehung ist nämlich sehr teuer. Deshalb unbedingt vermeiden!

Manche Arbeitgeber zahlen ihren Angestellten Vermögenswirksame Leistungen (VL). Der Staat fördert dieses Sparen mit der Arbeitnehmer-Sparzulage, wenn in einen Aktieninvestmentfonds investiert wird. Alternativ mit der Wohnungsbauprämie, wenn ein Bausparvertrag ausgewählt wird. Voraussetzung ist das Unterschreiten einer jährlichen Einkommensgrenze.

Tipp: In Anspruch nehmen, wenn angeboten! Am attraktivsten ist, eine VL in einen Aktienfondssparplan zu investieren.

Einnahmen und Ausgaben – den Überblick behalten

In den ersten Monaten Buch über Einnahmen und Ausgaben führen – das macht Sinn. Eine Berufsunfähigkeitsabsicherung sollte mit zur Absicherung gehören. Wenn dann monatlich Geld übrig ist, empfiehlt sich ein flexibler Sparplan in Investmentfonds. Schon kleine monatliche Sparpläne können im Laufe der Zeit stattliche Summen ergeben. Ideal ist es, 10 % vom Nettogehalt zu sparen.

 

PHV BU Vermögensaufbau
Auszubildende

 

über die Eltern versichert sehr wichtig VL nutzen, wenn Arbeitgeber anbietet
Studierende

 

 

über die Eltern versichert (wenn keine Pause zwischen Bachelor und Master) sehr wichtig meist kein Geld übrig
Berufsstarter nach Ausbildung oder Studium eine eigene PHV ist unbedingt erforderlich sehr wichtig VL nutzen, wenn Arbeitgeber anbietet (Sparplan mit Investmentfonds)

 

PHV = Private Haftpflichtversicherung

BU = Berufsunfähigkeitsversicherung

VL = Vermögenswirksame Leistungen