Der Krieg im Iran sorgt weiterhin für große Unruhe an den Finanzmärkten. Besonders die Angriffe auf Energieanlagen und die Blockade der Straße von Hormus (eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport) haben die Lage verschärft. Rund 20% des globalen Öls werden dort transportiert. Entsprechend stark sind die Ölpreise gestiegen: innerhalb kurzer Zeit um mehr als 40 %. Auch wenn die Reaktionen aktuell etwas weniger extrem sind als zu Beginn des Ukraine-Kriegs, zeigt sich klar: Energie wird teurer. Daraus leitet sich eine wichtige Entwicklung ab: die Inflation (Kaufkraftverlust bzw. Teuerung) wird wahrscheinlich deutlich steigen. Die steigenden Preise verändern auch die Erwartungen an die Geldpolitik der Notenbanken. Während viele Anlegerinnen und Anleger zuletzt noch mit sinkenden Zinsen gerechnet hatten, wird nun zunehmend über Zinserhöhungen gesprochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt bereits vor höheren Inflationsraten und unsichereren Aussichten. Auch andere Notenbanken wie die Federal Reserve (USA) signalisieren ähnliches. Insgesamt bedeutet das: Niedrigere Zinsen sind vorerst unwahrscheinlicher geworden. Das beeinflusst viele Anlageklassen, zunächst auch die Anleihen (festverzinsliche Wertpapiere und Rentenpapiere). Die eigentlich als besonders sicher geltenden Staatsanleihen verlieren an Wert und zugleich steigen die Erträge. Das ist verwirrend. Dabei notieren die zehnjährigen deutschen Bundesanleihen inzwischen bei rund 3 %. Das ist höher als seit vielen Jahren nicht mehr. Viele Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die Renditen noch weiter steigen könnten. Eine spürbare Entspannung an den Kapitalmärkten ist wohl erst zu erwarten, wenn sich die geopolitische Lage beruhigt.
Tipp: Bis dahin gilt für Sie als Anlegerin oder Anleger: Ruhe bewahren, die Entwicklungen einordnen und die eigene Strategie und Planung beibehalten. Weiterhin gilt „nicht alle Eier in einen Korb legen“, d.h. „diversifizieren“ was auch als „breit streuen“ bezeichnet wird.
Weiterführende Blogbeiträge:
Was ist eigentlich „Debasement Trade?
Goldpreis auf Rekordhoch, und was ist eigentlich mit Silber?
2026: Was hat sich geändert?
Der Krieg im Iran sorgt weiterhin für große Unruhe an den Finanzmärkten. Besonders die Angriffe auf Energieanlagen und die Blockade der Straße von Hormus (eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport) haben die Lage verschärft. Rund 20% des globalen Öls werden dort transportiert. Entsprechend stark sind die Ölpreise gestiegen: innerhalb kurzer Zeit um mehr als 40 %. Auch wenn die Reaktionen aktuell etwas weniger extrem sind als zu Beginn des Ukraine-Kriegs, zeigt sich klar: Energie wird teurer. Daraus leitet sich eine wichtige Entwicklung ab: die Inflation (Kaufkraftverlust bzw. Teuerung) wird wahrscheinlich deutlich steigen. Die steigenden Preise verändern auch die Erwartungen an die Geldpolitik der Notenbanken. Während viele Anlegerinnen und Anleger zuletzt noch mit sinkenden Zinsen gerechnet hatten, wird nun zunehmend über Zinserhöhungen gesprochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt bereits vor höheren Inflationsraten und unsichereren Aussichten. Auch andere Notenbanken wie die Federal Reserve (USA) signalisieren ähnliches. Insgesamt bedeutet das: Niedrigere Zinsen sind vorerst unwahrscheinlicher geworden. Das beeinflusst viele Anlageklassen, zunächst auch die Anleihen (festverzinsliche Wertpapiere und Rentenpapiere). Die eigentlich als besonders sicher geltenden Staatsanleihen verlieren an Wert und zugleich steigen die Erträge. Das ist verwirrend. Dabei notieren die zehnjährigen deutschen Bundesanleihen inzwischen bei rund 3 %. Das ist höher als seit vielen Jahren nicht mehr. Viele Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die Renditen noch weiter steigen könnten. Eine spürbare Entspannung an den Kapitalmärkten ist wohl erst zu erwarten, wenn sich die geopolitische Lage beruhigt.
Tipp: Bis dahin gilt für Sie als Anlegerin oder Anleger: Ruhe bewahren, die Entwicklungen einordnen und die eigene Strategie und Planung beibehalten. Weiterhin gilt „nicht alle Eier in einen Korb legen“, d.h. „diversifizieren“ was auch als „breit streuen“ bezeichnet wird.
Weiterführende Blogbeiträge:
Was ist eigentlich „Debasement Trade?
Goldpreis auf Rekordhoch, und was ist eigentlich mit Silber?
2026: Was hat sich geändert?