Mehr denn je ist es einfach und preisgünstig, in aller Welt anzulegen. „Ihr Geld“ kann also gute Erträge auch in anderen Teilen dieser Erde für Sie erwirtschaften. Dem kommt in der sich aktuell stark verändernden Welt eine besondere Bedeutung zu. Deshalb schauen wir hier näher hin.
Ausgangspunkt ist der Blick auf eine große Unterteilung, die im Hinblick auf die Aktienmärkte weltweit üblicherweise vorgenommen wird. Die erste Abgrenzung an den Kapitalmärkten entstand in den frühen 80iger Jahren durch die Weltbanktochter IFC (International Finance Corporation) um neue Regionen für Anlagekapital in der Welt attraktiv zu machen. Aus den ursprünglich politischen Block-Doktrin des Kalten Kriegs („Erste“, „Zweite“ und „Dritte“ Welt) hat sich an den Finanzmärkten in unterschiedlichen Etappen ein Modell der reinen Wirtschafts- und Risikoklassifizierung entwickelt.
Es werden heute drei unterschiedliche „Ländergruppen“ wie unten aufgeführt unterschieden. Das ist insbesondere für die passiven Fonds (die sog. ETFs) relevant, weil das aktive Management durch Kategorien genannt „Index“ ersetzt wird.
Drei Ländergruppen: Industrieländer, Schwellenländer und Frontier Markets
Den Kern der Weltwirtschaft bilden die sogenannten Industrieländer, denn in den etablierten Volkswirtschaften dieser Industrieländer findet sich der größte Teil der globalen Börsenkapitalisierung. Hierbei handelt es sich um den Wert aller börsennotierten Unternehmen zusammengerechnet. Es gibt aktuell 23 Industrieländer gemäß der etablierten Einordnung. Die wichtigsten Industrieländer unter den 23 sind aktuell: USA, Japan, Deutschland, das Vereinigtes Königreich (Großbritannien), Frankreich, Kanada, Schweiz, Australien, die Niederlande und Schweden. Es kommen nach und nach weitere hinzu. Zuletzt Irland im Jahr 2001. Die Zuordnung ist dabei nicht starr. So ist Südkorea beispielsweise wirtschaftlich längst ein hochindustrialisiertes Land, wird jedoch bei einigen großen Aktienindizes bis heute als Schwellenland geführt.
Welt-ETF = Weltweites Investment?
So denken Anlegerinnen oder Anleger oft, dass sie mit einem „Welt-ETF“ auch in der ganzen Welt investieren. Dem ist aber in der Regel nicht so! Bei dem sehr bekannten MSCI World ETF sind aktuell rund 71 bis 73 Prozent des Fondsvermögens in den USA investiert. Die genaue Gewichtung schwankt täglich durch Kursbewegungen an den globalen Börsen. Dabei werden mehr als ein Fünftel des gesamten Indexgewichts von nur sieben US-Konzernen getragen, den sogenannten „magnificient seven“. Das zugleich hohe Klumpenrisiko im Technologiesektor wurde bereits früher beschrieben (KI und die Big Seven). Dieses Phänomen wird aktuell nun auch noch verschärft durch die ungewöhnlich schnelle Aufnahme von Space X in MSCI-Indices. Nur zehn Tage nach dem spektakulären Start an der US-Börse wird die Aktie aufgenommen. Somit müssen alle entsprechenden ETFs diese Aktie kaufen! Das Fondsmanagement eines aktiv gemanagten Fonds hingegen ist frei in der Entscheidung, ob die Aktie gekauft werden sollte. Auch die Gewichtung einzelner Länder kann von Fonds zu Fonds sehr unterschiedlich sein.
TIPP: Auf eine ausgewogene Mischung im Depot achten. Also wie gewohnt „nicht alle Eier in einen Korb legen.“ Eine breite Diversifikation aufbauen. Bei Bedarf rufen Sie eine Depotanalyse bei uns ab!
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Der Irankrieg und die Finanzmärkte
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Ausgangspunkt ist der Blick auf eine große Unterteilung, die im Hinblick auf die Aktienmärkte weltweit üblicherweise vorgenommen wird. Die erste Abgrenzung an den Kapitalmärkten entstand in den frühen 80iger Jahren durch die Weltbanktochter IFC (International Finance Corporation) um neue Regionen für Anlagekapital in der Welt attraktiv zu machen. Aus den ursprünglich politischen Block-Doktrin des Kalten Kriegs („Erste“, „Zweite“ und „Dritte“ Welt) hat sich an den Finanzmärkten in unterschiedlichen Etappen ein Modell der reinen Wirtschafts- und Risikoklassifizierung entwickelt.
Es werden heute drei unterschiedliche „Ländergruppen“ wie unten aufgeführt unterschieden. Das ist insbesondere für die passiven Fonds (die sog. ETFs) relevant, weil das aktive Management durch Kategorien genannt „Index“ ersetzt wird.
Drei Ländergruppen: Industrieländer, Schwellenländer und Frontier Markets
Den Kern der Weltwirtschaft bilden die sogenannten Industrieländer, denn in den etablierten Volkswirtschaften dieser Industrieländer findet sich der größte Teil der globalen Börsenkapitalisierung. Hierbei handelt es sich um den Wert aller börsennotierten Unternehmen zusammengerechnet. Es gibt aktuell 23 Industrieländer gemäß der etablierten Einordnung. Die wichtigsten Industrieländer unter den 23 sind aktuell: USA, Japan, Deutschland, das Vereinigtes Königreich (Großbritannien), Frankreich, Kanada, Schweiz, Australien, die Niederlande und Schweden. Es kommen nach und nach weitere hinzu. Zuletzt Irland im Jahr 2001. Die Zuordnung ist dabei nicht starr. So ist Südkorea beispielsweise wirtschaftlich längst ein hochindustrialisiertes Land, wird jedoch bei einigen großen Aktienindizes bis heute als Schwellenland geführt.
Welt-ETF = Weltweites Investment?
So denken Anlegerinnen oder Anleger oft, dass sie mit einem „Welt-ETF“ auch in der ganzen Welt investieren. Dem ist aber in der Regel nicht so! Bei dem sehr bekannten MSCI World ETF sind aktuell rund 71 bis 73 Prozent des Fondsvermögens in den USA investiert. Die genaue Gewichtung schwankt täglich durch Kursbewegungen an den globalen Börsen. Dabei werden mehr als ein Fünftel des gesamten Indexgewichts von nur sieben US-Konzernen getragen, den sogenannten „magnificient seven“. Das zugleich hohe Klumpenrisiko im Technologiesektor wurde bereits früher beschrieben (KI und die Big Seven). Dieses Phänomen wird aktuell nun auch noch verschärft durch die ungewöhnlich schnelle Aufnahme von Space X in MSCI-Indices. Nur zehn Tage nach dem spektakulären Start an der US-Börse wird die Aktie aufgenommen. Somit müssen alle entsprechenden ETFs diese Aktie kaufen! Das Fondsmanagement eines aktiv gemanagten Fonds hingegen ist frei in der Entscheidung, ob die Aktie gekauft werden sollte. Auch die Gewichtung einzelner Länder kann von Fonds zu Fonds sehr unterschiedlich sein.
TIPP: Auf eine ausgewogene Mischung im Depot achten. Also wie gewohnt „nicht alle Eier in einen Korb legen.“ Eine breite Diversifikation aufbauen. Bei Bedarf rufen Sie eine Depotanalyse bei uns ab!
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