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Goldpreis auf Rekordhoch, und was ist eigentlich mit Silber?

Bild: Zlataky.cz | Pexels.com

Im Jahr 2025 notierte der Goldpreis auf einem Rekordhoch. Ein „Alltime-High“ nach dem anderen war zu verzeichnen, wie im November 2025, als eine Unze Gold über 4.000 USD notierte. Doch es werden von einigen Marktteilnehmenden bis zu 6.000 USD pro Unze Gold prognostiziert. Das ist sehr ambitioniert und sehr wahrscheinlich nicht bis Jahresfrist erreichbar. Zugleich gibt es Gründe, wieso dies so kommen könnte. Grund Nummer eins ist weiterhin der Haupttreiber für den bisherigen Anstieg: die Zukäufe der Zentralbanken sehr vieler Länder. Zum ersten Mal seit 30 Jahren halten viele Zentralbanken einen höheren Anteil an physischem Gold als jeweilige Reserve anstelle von US-Staatsanleihen (sog. „treasuries“). Zudem gab Ende 2025 etwa ein Drittel der Zentralbanken weltweit an, dass sie ihre Goldpositionen verstärken wollen, keine einzige will reduzieren. Sicherlich auch, weil Goldreserven nicht so einfach zu sanktionieren sind! Dieser Trend signalisiert eine fortschreitende Abkopplung vom US-Dollar und stützt somit die Erwartung weiterhin steigender Goldpreise. Hinzu kommt, dass insbesondere auch Institutionen weltweit Gold zunehmend als strategische Beimischung im Portfolio nutzen. Weniger als Inflationsschutz, sondern verstärkt als Absicherung gegen Aktienrisiken (wofür zuvor festverzinsliche Wertpapiere eingesetzt wurden). Im Weiteren kommen geo- und handelspolitische Unsicherheiten, wachsende Staatsschulden und mögliche Zinssenkungen hinzu, sowie mögliche weitere „Shutdowns“ in den USA in 2026.

 

Lieber Silber oder eher nicht?

Und was ist mit Silber? Silber bietet im Vergleich zu Gold höhere Renditechancen, geht jedoch mit deutlich größeren Schwankungen einher. Der Preis reagiert traditionell stärker auf Aufwärtsbewegungen bei Edelmetallen und wird zusätzlich durch die industrielle Nachfrage – etwa aus der Solar-, Elektro- und Medizintechnik – gestützt. Die starken Kursgewinne der vergangenen Wochen und Monate unterstreichen dieses Potenzial. Der Aufholspielraum ist aktuell jedoch nicht mehr so hoch. Silber bleibt chancenreich, ist kurzfristig jedoch anfälliger für Verluste, insbesondere bei Gewinnmitnahmen oder konjunkturellen Enttäuschungen. Gold nimmt dagegen weiterhin die Rolle des stabilen „sicheren Hafens“ ein. Es ist weniger von der Industriekonjunktur abhängig und zeigt in unsicheren Zeiten meist eine verlässlichere Wertentwicklung, auch wenn die Renditen in Boomphasen moderater ausfallen.

 

TIPP: Silber eignet sich als begrenzte, renditeorientierte Beimischung, während Gold vor allem der Absicherung und Stabilisierung des Portfolios dient. Eine ausgewogene Kombination beider Edelmetalle kann Chancen und Risiken sinnvoll ausbalancieren. Sprechen Sie uns an und informieren Sie sich.