Da es im Mai zum Ende der Amtszeit von Jerome Powell, als Chairman der Fed kommt, lohnt sich ein Blick in die USA und die möglichen Auswirkungen. Wir möchten unter anderem hier die Fragen betrachten, was dies für US-amerikanische Staatsanleihen, die US-Treasuries, bedeutet.
Das Federal Reserve System (FRS) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird es oft einfach als „die Fed“ abgekürzt. Die Fed müsste korrekt eigentlich das Fed heißen. Die Amerikaner haben nämlich nicht nur eine Notenbank, sie haben ein ganzes Notenbanksystem, das „Federal Reserve System“. Es besteht aus zwölf Einzelbanken. Das Direktorium sitzt in Washington, die restlichen Banken sind von Boston über Dallas bis San Francisco über das ganze Land verteilt. Deren Kapital kommt nicht vom Staat, sondern von privaten Banken, die Mitglied im Notenbanksystem sind – teils verpflichtend, teils freiwillig. So entsteht eine eigentümliche Mischform mit staatlichen und privaten Elementen. Zu den Aufgaben der Fed gehören die Festlegung des Leitzinses und die Regulierung der Geldmenge, indem sie Dollars neu drucken oder vernichten lässt. Daneben erstellt sie achtmal im Jahr den offiziellen US-Konjunkturbericht (genannt: „Beige Book“). Jerome Powells zweite Amtszeit als Fed Chairman (Vorsitzender US-Zentralbank) geht noch bis zum 15. Mai 2026, seine Mitgliedschaft im Gouverneursrat bis zum 31. Januar 2028. Der Chairman der Fed koordiniert die Geldpolitik der USA und erklärt sie nach außen.
Mit Jahresbeginn richten sich die Kapitalmärkte zunehmend auf den geldpolitischen Übergang bei der US-Notenbank aus. Es wird kein abrupter Kurswechsel, sondern eine Phase erhöhter Unsicherheit erwartet: Wird die nächste Fed-Führung einen etwas wachstumsfreundlicheren oder politisch stärker beeinflussten Ton anschlagen? So gehen die Kapitalmärkte von einer vorsichtigeren Zinspolitik aus. Dies beinhaltet Spielraum für moderate Lockerungen (Zinssenkungen), sofern Inflation und Arbeitsmarkt dies zulassen. Kommunikative Signale der Fed, also jede Andeutung über Powells möglichen Nachfolger und dessen geldpolitische Präferenzen dürften kurzfristig stärkere Schwankungen bei Anleihen, US-Dollar und Aktien auslösen. Eine Übergangsphase scheint wahrscheinlich.
Was bedeutet dies für US-amerikanische Staatsanleihen, die „US-Treasuries“?
Von 2020 bis 2025 haben US-amerikanische Staatsanleihen eine der schwächsten Fünfjahresphasen ihrer Geschichte erlebt: Nominal liegen sie im Minus, real, also nach Abzug der Inflation/Teuerung sogar sehr im Minus (deutlicher Kaufkraftverlust)! Dies hat sich durch Kursgewinne in nahezu allen anderen Anlageklassen (Aktien, Gold, Immobilien usw.) gezeigt, die sich alle wesentlich besser entwickelt haben als Anleihen. Auch in der Zukunft wird die tatsächliche, „reale“ Kaufkraft von Anleihen weiter unter Druck stehen, allerdings voraussichtlich weniger stark als in den vergangenen Jahren.
TIPP: Verfolgen Sie die weitere Entwicklung an den Kapitalmärkten z.B. indem Sie z.B. unserem Blog und Rundbrief folgen.
Da es im Mai zum Ende der Amtszeit von Jerome Powell, als Chairman der Fed kommt, lohnt sich ein Blick in die USA und die möglichen Auswirkungen. Wir möchten unter anderem hier die Fragen betrachten, was dies für US-amerikanische Staatsanleihen, die US-Treasuries, bedeutet.
Das Federal Reserve System (FRS) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird es oft einfach als „die Fed“ abgekürzt. Die Fed müsste korrekt eigentlich das Fed heißen. Die Amerikaner haben nämlich nicht nur eine Notenbank, sie haben ein ganzes Notenbanksystem, das „Federal Reserve System“. Es besteht aus zwölf Einzelbanken. Das Direktorium sitzt in Washington, die restlichen Banken sind von Boston über Dallas bis San Francisco über das ganze Land verteilt. Deren Kapital kommt nicht vom Staat, sondern von privaten Banken, die Mitglied im Notenbanksystem sind – teils verpflichtend, teils freiwillig. So entsteht eine eigentümliche Mischform mit staatlichen und privaten Elementen. Zu den Aufgaben der Fed gehören die Festlegung des Leitzinses und die Regulierung der Geldmenge, indem sie Dollars neu drucken oder vernichten lässt. Daneben erstellt sie achtmal im Jahr den offiziellen US-Konjunkturbericht (genannt: „Beige Book“). Jerome Powells zweite Amtszeit als Fed Chairman (Vorsitzender US-Zentralbank) geht noch bis zum 15. Mai 2026, seine Mitgliedschaft im Gouverneursrat bis zum 31. Januar 2028. Der Chairman der Fed koordiniert die Geldpolitik der USA und erklärt sie nach außen.
Mit Jahresbeginn richten sich die Kapitalmärkte zunehmend auf den geldpolitischen Übergang bei der US-Notenbank aus. Es wird kein abrupter Kurswechsel, sondern eine Phase erhöhter Unsicherheit erwartet: Wird die nächste Fed-Führung einen etwas wachstumsfreundlicheren oder politisch stärker beeinflussten Ton anschlagen? So gehen die Kapitalmärkte von einer vorsichtigeren Zinspolitik aus. Dies beinhaltet Spielraum für moderate Lockerungen (Zinssenkungen), sofern Inflation und Arbeitsmarkt dies zulassen. Kommunikative Signale der Fed, also jede Andeutung über Powells möglichen Nachfolger und dessen geldpolitische Präferenzen dürften kurzfristig stärkere Schwankungen bei Anleihen, US-Dollar und Aktien auslösen. Eine Übergangsphase scheint wahrscheinlich.
Was bedeutet dies für US-amerikanische Staatsanleihen, die „US-Treasuries“?
Von 2020 bis 2025 haben US-amerikanische Staatsanleihen eine der schwächsten Fünfjahresphasen ihrer Geschichte erlebt: Nominal liegen sie im Minus, real, also nach Abzug der Inflation/Teuerung sogar sehr im Minus (deutlicher Kaufkraftverlust)! Dies hat sich durch Kursgewinne in nahezu allen anderen Anlageklassen (Aktien, Gold, Immobilien usw.) gezeigt, die sich alle wesentlich besser entwickelt haben als Anleihen. Auch in der Zukunft wird die tatsächliche, „reale“ Kaufkraft von Anleihen weiter unter Druck stehen, allerdings voraussichtlich weniger stark als in den vergangenen Jahren.
TIPP: Verfolgen Sie die weitere Entwicklung an den Kapitalmärkten z.B. indem Sie z.B. unserem Blog und Rundbrief folgen.